ZmartPart: Vortrag beim Kick-Off Event der AMX in Luzern

Die Messe Luzern hat sich unter der Leitung von Herrn René Ziswiler entschlossen eine Fachmesse für die Additive Fertigung namens AMX (Additive Manufacturing Expo) zu veranstalten. Hierzu fand am 24. Juni 2015 ein Kick-Off-Event statt. Dazu liessen sich viele Teilnehmer von hochkarätigen Referenten und einer aufschlussreichen Tischmesse über den aktuellen Stand der Additiven Fertigung informieren.
Zu diesem Anlass war ZmartPart in Person von unserem Geschäftsführer und kaufmännischen Leiter, Herrn Vitus Zeller, eingeladen um zum Thema „Additive Engineering“ zu referieren. Im Zentrum des AMX Kick-off-Events stand die Wissensvermittlung bzgl. wie man mit den Techniken der Additiven Fertigung Mehrwert schaffen kann, wie man ein Serienteil mit Additiver Fertigung realisieren kann und wie man die Technologie in bestehende Prozesse integrieren kann.
Hierzu waren unter speziell folgende Vorträge von wesentlicher Bedeutung für das Verständnis im Umgang mit den generativen Fertigungstechnologien:
Herr Matthias Baldinger, Geschäftsführer und Mitgründer der Additively AG hat von den Anwendungen entlang der Wertschöpfungskette, den Herausforderungen bei der Umsetzung sowie von der Integration der Additiven Fertigung in die bestehende Supply Chain gesprochen. Besonders spannend ist der Ansatz von der Firma Additively aus Zürich, die sich als zentrale Plattform bzw. Marktplatz für die Bestellung von additiv gefertigten Bauteilen platzieren.

Auch Prof. Dr. Mirko Meboldt hielt in einen spannenden Vortrag in dem es um den Weg zum ersten Additiven Serienteil ging. Herr Meboldt ist Professor für Produktentwicklung und KonstruktionAMX_Expo_Additive_Fertigung_ZmartPart_engineering_Konstruktion an der ETH Zürich und konnte mit spannenden Erkenntnissen aus der Forschung sowie aus der Praxis punkten.

Im Anschluss hat Vitus Zeller, der kaufmännische Leiter von ZmartPart zum Thema Zukunft des Produktdesigns im Additive Manufacturing und den Möglichkeiten sowie Herausforderungen vorgetragen. Zentrale Aussage dieses Vortrages war es, dass die Potenziale und Vorteile der Additiven Fertigung gegenüber anderen Fertigungstechnologien nur mit dem richtigen Engineering-Know-How und den passenden Anwendungen realisiert werden können. Die geometrische Konstruktionsfreiheit ist zentraler Vorteil der Additiven Fertigung, wodurch viele Vorteile bereits in der Entwicklung umgesetzt werden müssen, um die Additive Fertigung vorteilhaft und gewinnbringend in der Kleinserienfertigung einsetzen zu können. Additive Manufacturing macht nur mit dem richtigen „Additive Engineering“ in der Kleinserie Sinn. Dies ist genau die angebotene Hauptdienstleistung von ZmartPart, die Firmen hilft die Additive Fertigung bei den passenden Anwendungen einzusetzen. Herr Zeller empfand es ebenso als wichtig zu bemerken, dass die Technologie sich in den vergangenen Jahrzehnten primär mangels Wettbewerb in den Bereichen des technischen Fortschritts und der Kostenstruktur für die Anwender aufgrund unumgänglicher Schlüsselpatente nur langsam entwickeln konnte. Die Anwendungsbereiche in denen die Additive Fertigung aktuell wirklich Sinn mache, seien daher noch sehr begrenzt, was sich mit der Öffnung und Weiterentwicklung des Marktes Stück für Stück verbessern wird. Die Zukunftsaussichten der Technologien seien daher vielversprechend, jedoch direkt abhängig von der Weiterentwicklung im SLS und SLM in Sachen Kosten, Automatisierungsgrad, Bauteilqualität, Materialvielfalt und die richtige Umsetzung im Bereich der Software sowie des „Additive Engineering“.

Ein weiterer wertvoller Beitrag dieser AMX Veranstaltung in Luzern wurde AMX_Additive_Manufacturing_Expo_Kick_off_Event_Konstruktion_3D-Druckvon Herrn Ruedi Grüter von der Besi Switzerland AG geboten. Herr Grüter verstand es mit Charme das Publikum von den real erzielbaren Vorteilen mit der Additiven Fertigung in Kombination mit der richtigen Konstruktion zu überzeugen. Speziell in der im Maschinen- bzw. Sondermaschinenbau der Halbleiterindustrie stecken große Potenziale, die Herr Grüter an realen Beispielen spürbar machte.

Im Anschluss hat Herr Martin Bullemer aus dem Business Development vom Branchenprimus EOS von Erfahrungen aus dem medizinischen Bereich beim AMX-Event berichtet. Das Thema Kundenindividuelleres Produkt mit der Additiven Fertigung passte sich perfekt in das Thema des AMX Kick-off-Events ein.

Abschließend war es noch sehr spannend von den Erfahrungen von zweien der größten Dienstleister im Bereich der Additiven Fertigung bzw. des Rapid Prototyping zu erfahren. So hat Frau Tanja Geiger aus dem Verkauf der Firma FIT Production über Erfahrungen eines der führenden Dienstleister gesprochen.

Ebenfalls hat Herr Thomas Kohler von der österreichischen Firma namens 1zu1 Prototypen zum Thema „Die Technologie macht den Prototyp“ bei diesem AMX Expo in Luzern gesprochen. Herr Kohler hat auch die Aussage von Herrn Zeller unterstrichen und gezeigt, dass die Anwendungsvielfalt für Additive gefertigte Kleinserienbauteile noch relativ gering ist. Aus dem Grunde konzentriert sich die 1zu1 Prototypen auch nicht auf die Additive Fertigung an sich, sondern darauf dem Kunden den größten Mehrwert zu bieten. Der Vortrag von Herrn Kohler war daher auch mit begründeter Kritik am Hype und der etwas gebremsten technologischen Entwicklung der Additiven Fertigung versehen.

Insgesamt boten die behandelten Themen für das Fachpublikum des AMX-Events spannende Einblicke in die Welt und die Zukunft der Additiven Technologien.

Wenn Sie Interesse haben, sich mit den Vorteilen und Potenzialen der Additiven Fertigung genauer zu beschäftigen und diese auch für Ihr Unternehmen nutzen zu können, bieten wir von der Firma ZmartPart ganz unverbindliche erste Beratungs- und Informationsgespräche an. Kommen Sie daher einfach auf uns zu.